Hallo
ihr Lieben / Hi guys,
Kambodscha besteht natürlich nicht nur aus den Tempeln von Angkor. Nach den
aufregenden Tagen in Siem Reap benötigten wir erst mal eine Auszeit von
Tempeln. Wir haben eine beeindruckende Bootsfahrt von Siem Reap nach Battambang
gemacht. Auf der siebenstündigen Reise sind wir durch sehr viele „schwimmende“ Dörfer,
sog. Floating Villages, gekommen. Wir konnten sehen, wie die Menschen dort
leben. Im Prinzip spielt sich alles auf dem Fluss ab, auch die Schule und der
Supermarkt befinden sich darauf. Ein spezielles Erlebnis war auch das Klo
während unserer Mittagspause. Es war einfach nur ein Loch im Boden über dem Fluss.
Ein Abwassersystem wie wir es kennen, gibt es in Kambodscha oftmals nicht.
Cambodia has of course more to offer than just
the temples of Angkor. After some exciting days in Siem Reap, we needed a short
temple break. We made a fascinating boat trip from Siem Reap to Battambang. On
the seven-hour trip, we passed many local villages, so called Floating
Villages. We could see how people live on and with the river. Everything is on
the river, the school, the supermarket, just everything. An experience was also
the toilet during our lunch break. It was just a hole in the ground over the
river. A sewerage system we’re used to is not existent in Cambodia.
In Battambang haben wir uns mit Christa aus den Niederlanden angefreundet.
Mit ihr haben wir dann auch die nächsten Tage verbracht. Wir sind zusammen
Bamboo train gefahren. Dabei handelt es sich um ein einfaches Gefährt, welches
lediglich aus zwei Achsen, einer Bamboosauflage und einem Motor besteht. Wenn
einem auf der Strecke ein anderer Bamboo train entgegen kommt, muss der Bamboo train
der weniger beladen ist abgebaut werden. Das geht jedoch super schnell. Der
Bamboo train fühlte sich an wie Achterbahn fahren. Die Gleise sind so
ramponiert, dass richtige Züge darauf nicht mehr fahren können. Auf halber
Strecke haben wir noch die Gelegenheit bekommen, ein Ziegelwerk anzusehen...
ein sehr netter Vormittag!!!
In Battambang we became friends with Christa from the Netherlands.
We spent the next days together. We drove the ingenious bamboo train. This is a
simple vehicle, which has just two axes, an ultra light platform (made out of
bamboo) and a 6 HP gasoline engine. If two bamboo trains meet on the railway,
the less-loaded bamboo train has to clear the way. However, this can be done
quickly. Riding the bamboo train felt like riding a rollercoaster. The railway is
so damaged that ordinary trains are not able to use the rails anymore. The
bamboo train is definitely a very delightful transport system. At the turning
point we got the chance to see a brick factory... a nice morning!!!
Unser Tuck Tuck Fahrer Yaya hat uns Flughunde (sehr große Fledermäuse)
gezeigt. Er hat uns erzählt, dass sie früher oft wegen ihres Blutes gejagt
worden sind. Dies war insbesondere bei älteren Männern sehr begehrt, da es
Energie liefert für "Bum-Bum" according to Yaya ;-) . Arme Flughunde!
Heute sind sie geschützt, die illegale Jagd auf sie ist mit hohen Geldstrafen
belegt und es gibt zum Glück Viagra.
Our Tuck Tuck driver Yaya showed us flying
foxes (large bats). He told us, that they were previously often hunted due to
their blood. Especially older men loved the blood, since the blood provides
energy for more "boom-boom" according to Yaya ;-). The flying foxes
are protected now and people have to pay very high fines, when they hunt them
illegally and thanks god there is Viagra.
Kambodia hat leider nicht nur eine inspirierende sondern auch eine sehr
deprimierende Geschichte – den Horror den das Khmer Rouge Regime über das Land
brachten. Einen dieser Horrorplätze haben wir in der Nähe von Battambang
aufgesucht. Wir haben die Killing Caves besucht. Dort hat das Regime der Khmer
Rouge viele Menschen ermorden lassen (weiter unten dazu mehr). Ein trauriger
Ort, der einen sehr nachdenklich stimmt.
Cambodia has a history both inspiring like Angkor and depressing caused by the horrors of the Khmer Rouge regime. Our next stop was a very sad place. We visited the Killing Caves, where the regime of the Khmer Rouge has murdered many people (more about this further down). It is a sad place, which made us very thoughtful.
Die Besichtigung eines Tempels hat uns dann wieder auf etwas andere
Gedanken gebracht. Hier haben wir auch ein witziges Phänomen beobachtet. Die
Einheimischen mögen offensichtlich Bilder mit Ausländern. Es passiert daher,
dass sich plötzlich jemand wild Fremdes zu einem gesellt, wenn man gerade für
ein Bild posiert ;-). Bei dem Tempel haben wir auch Richard kennen gelernt. Er
hat einen beeindruckenden Lebenslauf. Er ist schon sehr viel um die Welt
gereist, ist Anwalt und hat sich bereits ein Haus in London gekauft...und das
gerade mal mit 24...wow!!! Er hatte auf alle Fälle sehr viel zu erzählen ;-).
Later on, we visited a temple to get some
other thoughts. Here we made a funny experience. The locals obviously like
pictures with foreigners. Therefore, it happens that an unknown person suddenly
joins you, when you are preparing yourself for a photo ;-). We also met Richard
there. He has an impressive resume. He has already travelled the world, is a
lawyer and has just bought a house in London... and he is only 24... wow!! He certainly
had a lot to tell ;-).
Mehr oder weniger per Zufall sind wir an einer Höhle mit
acht Millionen Fledermäusen vorbei gekommen... ja wirklich acht Millionen. Es
dämmerte gerade, daher waren die Fledermäuse gerade dabei, die Höhle zu
verlassen. Es dauert ca. 40 Minuten bis alle Fledermäuse die Höhle verlassen
hatten. Es war ein unglaubliches Naturschauspiel!!!
More or less by accident, we came to a
cave with over eight million bats in it... we’re not joking eight million! It
just dawned; therefore, the bats were leaving the cave. It takes about 40
minutes until all bats have left the cave. It was an amazing spectacle!
Auf einer Weltreise beschäftigt man sich auch viel mit
der Geschichte der einzelnen Länder. Im Vorfeld wussten wir nicht wirklich viel über die schreckliche Vergangenheit Kambodschas. Wir denken, dass
es sehr wichtig ist, sich auch mit diesen dunkeln Kapiteln auseinander zu
setzen um daraus für die Zukunft zu lernen. Wir möchten daher an dieser Stelle
ein paar Worte über dieses Thema verlieren. Im Jahre 1975 hatten die Khmer
Rouge gewaltsam die Macht in Kambodscha übernommen – damit begann der
Völkermord. In den folgenden vier Jahren versuchten sie in Kambodscha ihre Idee
vom kommunistischen Bauernstaat umzusetzen. Städte wurden aufgelöst, Geld und
Privateigentum verboten und die Leute mussten auf Reisfeldern unter extremen
Bedingungen 12 bis 15 Stunden am Tag arbeiten. Jeder, der auch nur den Anschein
machte gegen das Regime zu sein wurde eliminiert. Dazu genügten schon einfache
Gründe, wie eine militärische Vergangenheit, die Fähigkeit eine fremde Sprache
sprechen zu können oder auch nur eine Brille zu tragen. Dem Regime der Khmer
Rouge sind ca. 2 Mio. Menschen zum Opfer gefallen – ein Drittel der
Kambodschaner kamen bei diesem Völkermord ums Leben. In Phnom Penh haben wir
zwei sehr schlimme Orte besucht. Zum einen ein Gefängnis (Tuol-Sleng-Gefängnis)
zum anderen ein Killing Field (Choeung Ek). Wer mehr darüber erfahren möchte,
findet weitere Informationen unter folgendem Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Khmer_Rouge.
Die Mehrzahl der Khmer Rouge Führer befinden sich heute noch ungestraft auf
freiem Fuß (www.cambodiatribunal.org)! Pol
Pot, der Anführer der Khmer Rouge konnte ungeschoren seinen Lebensabend
genießen und ist ohne jegliche Bestrafung gestorben. Eine Ungerechtigkeit die einfach
nur unbegreiflich ist. Wusstet Ihr das die UN den Khmer Rouge bis 1991 den Sitz
für Kambodscha in der UN Vollversammlung gegeben hat – das bedeutet das die
Mörder ihre Opfer noch über 12 Jahre repräsentiert haben.
On a trip around the world, you learn a lot about the history of the
different countries. Previously we didn't know much about Cambodia's depressing past. We think that it is very important to learn about the dark
chapters of history for a better future. Therefore, we like to write about this
topic. The Khmer Rouge implemented one of the most radical and brutal
restructurings of society ever attempted. In 1975, the Khmer Rouge had taken
power in Cambodia by force. In the following nearly four years, they tried to
implement their idea of a communist
agriculture state in Cambodia. Cities disappeared, money and private property
was banned and people including the sick, elderly and infirm, had to work in
rice fields under extreme conditions for 12 to 15 hours per day. Anyone who was
against the regime was eliminated. Simple causes were enough to be against the
regime like a military history, the ability to speak a foreign language or also
just to wear glasses. Intellectuals were systematically wiped out. The regime
of the Khmer Rouge killed about 2 million people - a third of Cambodia’s
population. In Phnom Penh we visited two very sad places. First, we've been to
the killing field (Choeung Ek) than we visited a prison (Tuol Sleng prison). If
you want to have more information about the Khmer Rouge period, please check the
following link: http://de.wikipedia.org/wiki/Khmer_Rouge. The
UN-backed Khmer Rouge trails (www.cambodiatribunal.org) stumble
along amid allegations of political interference and corruption. Most of the
Khmer Rouge leaders have not been sentenced for the horror they brought to the
country. Pol Pot, the leader of the regime, could dye peacefully of old age! Unbelievable.
Furthermore, did you know that the UN allowed the Khmer Rouge to occupy the
Cambodian seat at the UN General Assembly until 1991, meaning the murderers
represented their victims for 12 years.
Nach diesen traurigen Momenten haben wir uns natürlich
nach etwas Ablenkung gesehnt. Wir sind auf zwei Märkte (Central Market und
Russian Market) gegangen und haben uns zu guter Letzt noch den königlichen
Palast angeschaut. Dann war es Zeit sich von Christa zu verabschieden. Christa,
es war toll ein paar Tage mit dir zu reisen. Wir wünschen dir weiter viel Spaß
in Holland beim Tennis spielen und mit deinem Garten. Wenn immer du nach
Deutschland kommst, bist du bei uns natürlich immer herzlich willkommen!!!
After these sad moments, we were looking
for some distraction. We went to two markets (Central Market and Russian
Market) and visited the Royal Palace. Then it was time to say goodbye to
Christa. Christa, it was great to spend some days with you. We wish you a lot
of fun in Holland with playing tennis and in your garden. Whenever you come to
Germany feel free to visit us. You are always very welcome!!!
Unsere Zeit in Kambodscha ist schon wieder vorbei. Jetzt
geht es nach Thailand, wo bereits ein Überraschungsgast auf uns wartet. Mehr
dazu im nächsten Post :-)
Our time in Cambodia is now over. Next country on our list is
Thailand, where we meet somebody traveling with us for a while. Yeah! More in
the next post :-)
Viele liebe Grüße / Cheers
Gerda & Michi
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